Balkon aus Holz

Aus Holz lassen sich nicht nur Fußböden, Terrassenböden, Treppen, Türen und Fenster, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände herstellen. Es kann auch zur Verschönerung der Fassade und Vergrößerung der Wohnfläche eingesetzt werden, nämlich in Form eines Balkons.

Holzbalkone kennen viele noch aus dem Mittelalter. In vielen historischen Altstädten kann man sie noch bewundern. Sie sind hier meist als Kragbalkone angelegt, die wie Schwalbennester an der Hauswand hängen und überdacht sind. Weiterhin kennen wir die großen, oftmals über die ganze Hausfront reichenden Holzbalkone an typischen Schweizer-Häusern. Auch diese sind oftmals schon viele hundert Jahre alt. So verzieren die Fassade schön geschnitzte Holzplanken und dienen an der Balkonverkleidung als Sichtschutz. An diesen Beispieln sehen wir, dass Holz ein zuverlässiger und schöner Baustoff auch für statisch anspruchsvolle Bauobjekte ist.

Damals wie heute gelten natürlich strenge Bauvorschriften für einen Balkon aus Holz. Man kann sich nicht einfach ein paar Holzmasten und Bretter aus dem Baumarkt holen und sich einen Balkon bauen. Dies sollte man schon dem Fachmann überlassen, der weiß, welche Holzarten und Konstruktionen dafür notwendig sind. Ein nachträglicher Anbau eines Balkons ist sogar genehmigungspflichtig, da es die Wohnfläche vergrößert, die Statik von Wänden, Decken usw. erst geklärt werden muss und er natürlich auch die Fassade verändert. Der erste Weg bei diesem Vorhaben sollte also ins Bauamt führen. Das Anbringen einer Balkonbespannung kann allerdings ohne Genehmigung erfolgen.

Ein Balkon aus Holz kann bei entsprechender Pflege ebenso lange leben, wie ein Balkon aus Stahl oder Stein. Dafür ist ein regelmäßiger Schutzanstrich nötig, der das Material gut vor äußeren Einflüssen schützt, denn gerade in unseren Breitengraten muss das Holz von Minusgraden unter 10°C im Winter bis zu Temperaturen über 30°C im Sommer gut überstehen.