Fichte

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Fichte

Die Gattung Fichten (Picea) sind insgesamt 45 ähnliche Arten Bäume, die sich vor allem (aber nicht nur) auf der Nordhalbkugel der Erde verbreitet haben. Hauptverbreitungsgebiete sind Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Jugoslawien, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Tschechoslowakei und Ungarn. Durch intensive Forstwirtschaft bei dieser weiten Verbreitung ist die Fichte daher in Europa zu einem der wichtigsten Holzerzeuger gediehen.

Obwohl es nun eine große Zahl verschiedener biologischer Arten Fichte gibt, unterscheiden sich die Eigenschaften des Holzes nur geringfügig, sodass die Arten ohnehin nicht eindeutig unterschieden werden können. Alle Arten Fichte liefern allgemein helles, gelbliches, geruchloses Holz, das durch Spätholz deutlich strukturiert wird. Fichtenholz trocknet schnell und es ist weiches und elastisches, aber trotzdem leichtes und tragfähiges Holz.

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Fichte

Aufgrund seiner Weichheit ist es leicht zu bearbeiten, nutzt aber auch relativ schnell ab und ist teilweise nicht besonders sauber zu bohren. Weiterhin ist es druckempfindlich, was beim Transport und auch z.B. bei der Verwendung von Schraubzwingen beachtet werden muss. Die Fichte ist wenig resistent gegen Pilzbefall, widersteht aber schwach ätzenden Flüssigkeiten gut.

Aus diesem Grund ist Fichte eigentlich nicht zu empfehlen, wenn starke Belastung oder Abnutzung zu erwarten wird, ausgenommen, abgenutzte Teile lassen sich leicht austauschen (da Fichtenholz eher billig ist). Häufige Verwendung findet die Fichte in der erzgebirgische Volkskunst. Vorsicht geboten ist beim Einsatz von Fichtenholz an sehr feuchten Stellen: Nur gut geschütztes Holz übersteht die Nässe, ohne zu Faulen.